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Samstag, 7. März 2020

Propolis, Corona und meine weibliche Seite

Als kleine Einleitung möchte ich, dass Du mich in die 90er Jahre begleitest. Ich studierte damals an der Universität in Marburg und übte zahlreiche Interessen und Aktivitäten aus. Einer meiner Nebenjobs war es in der Pharma-Branche als Réchercheur für eine Consulting Firma zu arbeiten. Wir bearbeiteten Patientenbögen mit Heilerfolgen eines damals in der Zulassung befindlichen Wundspülmittels. Ich aktualisierte, einem Phytologen gleich, Wirkstoffmonographien von Heilpflanzen.
Das kam meiner Bestimmung als Hüter des Wissens entgegen, welche ich damals in naturreligiösen Kreisen angenommen hatte. Ich lernte damals viel über die Natur, ihre Wesen, die Elemente und Elementare, aber auch über Pflanzen und Heilung, Heilung auf energetischer oder biologischer Ebene. In Marburg gibt es viele keine Bibliotheken; ich lernte sie alle kennen bei meiner Recherche zwecks Wirkstoffmonographien und fand unzählige alte und seltene Texte über ätherische Öle, Bezug zu Mythen und Göttern, Herstellung von Räucherungen und Tränken...

Die Naturverbundenheit von damals ist mir heute etwas abhanden gekommen, aber die Erforschung von allem Manifesten und nicht Manifestem in diesem Kosmos ist geblieben. Ich lebte damals mehr meine weibliche, intuitive Seite, die es wieder zu integrieren gilt. Für die damals kultischen Erfahrungen bin ich heute dankbar, aber diesbezüglich werde ich andere Wege ehen. Bevor ich zum Corona-Virus, Covid19, komme, möchte ich Dir etwas über Propolis erzählen. Dabei handelt es sich um einen noch unveröffentlichten Text für eine Imkerseite, da ich mich in meiner Freizeit gerne um unsere Garten eigene Imkerei kümmere.

Propolis:
Name: Propolis hat viele Namen, die synonym verwendet werden, wie Bienenkittharz, Bienenharz, Bienenleim u.ä. Das Wort selbst kommt aus dem Griechischen und bedeutet 'Vorstadt' (pro/vor; polis/Stadt). Das dunkle, klebrige und wohlriechende Harz wird zum Abdichten von Ritzen und Löchern verwendet und lagert sich besonders vor dem Flugloch der Bienen als 'Vorstoß' ab, weshalb es auch Propolis genannt wird.
Inhalt: Propolis ist für die Bienen existentiell notwendig, da in Bienenstöcken Temperaturen von 35 Grad herrschen, ist dies der ideale Nährboden für Viren, Keime, Bakterien, Pilze und Parasiten, welche durch das Propolis in ihrer Entwicklung gehemmt oder gar abgetötet werden. Gesammelt wird es in Europa hauptsächlich von Knospen oder Wunden von Birken, Buchen, Erlen, Fichten, Pappel und Ulmen. Als Grundstoff enthält das Propolis neben Harz (50-55 %), Bienenwachs (30 %), Pollenanteil (10%) und ätherisches Öl (5%) auch Bienenspeichel und unzählige Flavonoide, wie auch Gummi, Phenole (Zimtsäure, Cumarsäure, Kaffeesäure, Ferulasäure, Isoferulasäure) und deren Ester ( chemische Verbindung durch die Reaktion einer Säure und eines Alkohols oder Phenols  unter Abspaltung von Wasser (eine Kondensationsreaktion) entsteht) sowie Polysaccharide. Ein Bienenvolk kann zwischen 50 und 500 g Propolis pro Jahr einbringen.
Wirkung: Es hat neben antibiotischer, antiviraler und  antimykotischer Wirkung auch zytotoxische Eigenschaften , was zu vielfältiger Nutzung in Ernährung und Heilwesen bei Mensch und Tier führt. Anwendung: Erst gereinigt wird es in Alkohol aufgelöst oder in Klümpchenform zur äußeren und inneren Anwendung verabreicht. Schon im Alten Ägypten hat man es zur Haltbarmachung bzw. Einbalsamierung von Mumien verwendet. Heute wird es noch zur Herstellung von Holzlasur verwendet oder auch zur Herstellung von Geigenlack.
Innere Anwendung: In Alkohol gelöst oder wässriger Lösung sind die antioxidativ wirksamen prenylierten Flavonoide als 'Radikalenfänger' gegen oxitativen Stress bekannt. Propolis wirkt gegen Rhinoviren (Erkältungen/Grippe) und stärken das Immunsystem. Belegt aus der Forschung an Mäuse ist auch eine zytotoxische Eigenschaft, welche das Wachstum von Krebszellen hemmt. Ebenso wurde eine bakterizide, antimykotische und virostatische Wirkung nachgewiesen.
Äußere Anwendung: Flüssig in Alkohol oder Wasser kann es gegen Herbesviren eingesetzt werden und auch bei Pilzbefall des Candida albicans (Hefepilz/Hautpilz). Es fördert ebenso die Wundheilung bei leichten Wunden, Rissen, Verbrennungen/Sonnenbrand oder Exemen sowie Entzündungen von Mund- bis Analschleimhaut. Auch rheumatischen Beschwerden können gelindert werden. Weiter wird es in Produkten zur Körper- und Haarpflege verwendet und findet sich in Seifen und Shampoos wieder.
Anwendung bei Tieren: Bei Tieren findet Propolis als biogenes Mittel zur Vorbeugung gegen Wurmbefall Anwendung, u. a. bei Hunden, Katzen, Ziervögeln etc.
Risiken: Problematisch ist das Risiko für die Ausbildung teilweise schwerer Allergien bei Kontakt mit Propolis. Durch verschiedene in Propolis enthaltene Kaffeesäure-Derivate wirkt es als Kontaktallergen.

Mit Sorge und Interesse habe ich die letzten Tage die Verbreitung des Coronaviruses beobachtet. Irgendwie hat es mich an 'Walking Dead' erinnert, nur das die Toten nicht aufstehen, Vielleicht habe ich auch zu viele Horrorfilme gesehen oder ein Virusproblem... Natürlich habe ich mich informiert und auch brauchbare Informationen zum Virus gefunden. Hier ein brauchbarer Artikel.

Jedenfalls weiß jetzt jeder, dass er sich regelmäßig die Hände waschen soll, und wie er das zu tun hat. Ich selbst liebe Seifen und nutze für die Körperpflege nur Luxusseifen, von Lush, Hand gesiedet vom Mittelaltermarkt oder Terra's Soap direkt aus den USA importiert. Für die Hände nutze ich Bienenwachsseife, da diese aufgrund ihres Propolisanteils 99,9 % der Viren entfernt. Vielleicht ist es nur ein Placebo, aber es beruhigt. Jedenfalls kenne ich dank der Einnahme von Propolis und/oder Gelee Royal seit Jahrzehnten keine Erkältungen oder Ähnliches, das Immunsystem ist immer gestärkt, was eine gute Voraussetzung auch gegen den Corona-Virus ist. Natürlich nutze ich noch viele weitere Bienenprodukte, die ich, falls nicht sie aus eigener Imkerei kommen, wie Honig, Met oder Kerzen, online beziehe.


Bleib gesund! Wir lesen uns,

Martin


http://erfolg-mit-gold.de/

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Sonntag, 9. Dezember 2012

More than Honey



Albert Einstein soll einmal gesagt haben, wenn die Bienen aussterben dauert es keine vier Jahre bis der Mensch ihnen folgt. Seit einigen Jahren sterben die Bienen auf vielfache Weise, manche Imker haben bis zu 30 % Verlust an Bienenstöcken. Nicht nur die Faulbrut, auch die Varroamilbe macht den Bienen zu schaffen. Seit dem 8. November läuft in den deutschen Kinos ein Dokumentarfilm über das Bienensterben. „More than Honey“ ist der Titel, auf deutsch: ‚Mehr als Honig‘. Der schweizer Regisseur Markus Imhoof kommt selbst aus einer Imkerfamilie und verfolgt das mysteriöse Bienensterben weltweit. Beginnend in einer schweizer Bergidylle, wo ein naturwüchsiger schweizer Imker einen Bienenschwarm einfängt, ganz ohne Schutzkleidung, nur mit Leiter, Axt und Bienenstock, bis hin nach Australien, wo neue Bienenarten gezüchtet werden, zeigt der Film in einzigartigen Aufnahmen und mit einer sachlichen Dokumentation das weltweite Bienensterben auf. Wird die Biene in der schweizer Idylle noch als ‚Liebesbote‘ betrachtet, welche die Blumen bestäubt, so ist sie in der amerikanischen Massenzüchtung nur noch ein ‚industrielles‘ Gut zur Vermehrung des Geldes. So stehen dem schweizer Imker etwa 150 Stöcke zur Verfügung, die ihn ernähren, während in den USA der Wanderimker mit über 4000 Stöcken die Mandelernte in Kalifornien, die mit 90 % Weltmarktanteil wichtig ist, sichert. Etwa 2.700 KM legt der Wanderimker von einem Ende der USA zum anderen zurück und stellt seine Stöcke auch in Obstplantagen, die jedoch mit Pestiziden behandelt werden und bis zu 20 % Verlust an Bienenstöcken mit sich bringen. Diese Verluste werden ausgeglichen indem Königinnen aus Europa importiert werden, um neue Völker zu ziehen. Interessant von daher auch die Szenen, die Aufzucht und Handel von Königinnen zeigen.
Gezeigt werden auch die Unterschiede von Bienenrassen. Hat der Schweizer noch die ‚schwarze Biene‘, die noch recht aggressiv ist, so verwendet der hiesige Imker eher die ‚zahme‘ Carnica (Kärntner Biene). Gezeigt wird auch die afrikanische ‚Killerbiene‘, die zwar sehr aggressiv ist, aber auch sehr resistent gegen Krankheiten.
Der Zuschauer erfährt sehr interessante Details, die auch mir als Imkergehilfe bisher unbekannt waren, wie z.B. das eine Biene erst die Pflanzenart wechselt, wenn dort alle Blüten beflogen wurden, daß der Forscher Karl von Frisch für die Entdeckung des ‚Schwanzeltanzes‘, der den Bienen zur Kommunikation dient, den Nobelpreis bekam oder eine Biene mit ihren ‚Schmeckhaaren‘ 60.000 verschiedene Gerüche wahrnehmen kann.
Erschreckend auch Informationen aus China, wo unter Mao die schwarze Biene ausgerottet wurde und in großen Teilen des Landes aufgrund dessen und von Pestiziden überhaupt keine Bienen mehr gibt. Dort werden Blüten mit der Hand bestäubt.
Der Film zeigt einzigartige 3 D Aufnahmen wie die Begattung einer Königin in der Luft, oder Szenen wie das Öffnen der Schädeldecke einer Biene zur Untersuchung von Pestiziden. Ebenso traurig sind auch Szenen, die den Befall von Faulbrut zeigen, was zur Folge hat, das der komplette Inhalt eines Stockes (Bienenwaben mit Bienen) verbrannt wird, bevor dieser ausgeschwefelt wird.
Resümee ist, daß das Bienensterben nicht allein auf Krankheiten und Pestiziden beruht, sondern mit der Zivilisation der Menschen fortschreitet. Die Hoffnung liegt in der Aufzucht neuer Rassen in Australien, der einzige Kontinent ohne Varoamilbe.
Interessante Informationen bietet auch die Internetseite zum Film oder der Artikel bei Wikipedia.
Ich selbst unterstütze einen hiesigen Imker bei der Zucht und Produktion und kaufe meinen Honig dort. Auch nutze ich zunehmend mehr Bienenprodukte wie Kerzen, Hand- oder Gesichtscreme. Bei Interesse kann gerne mit mir Kontakt aufgenommen werden unter Martin.Dembowsky@gmx.de
Fazit: Eine gelungene Produktion, die zum Nachdenken über unser Verhalten gegenüber der Natur anregen sollte und zum Handeln auffordert! Möglichkeiten gibt es da z.B. immer wieder Petitionen wie z.B. diese! Urteil: Absolut sehenswert!