Posts mit dem Label Honig werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Honig werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 8. Juni 2014

Pfingstmontag ist Deutscher Mühlentag: Brücker Mühle

Seit 20 Jahren findet jeweils am Pfingstmontag der Deutsche Mühlentag statt.  Ins ‚Leben gerufen‘ wurde er von der Deutschen Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung (DGM) e.V.. Ziel dieses Mühlentages ist es, die alte Kulturtechnik des Müllerns wieder in das Bewusstsein der Bevölkerung zurückzubringen und die Mühlen als technisches Denkmal zu begreifen und vor allem zu erhalten.
An diesem Tag werden in Deutschland über 1000 Wind- und Wassermühlen zu besichtigen sein und viele haben an diesem Tag Märkte oder Aktionen geplant. In unserem Kreis ist eine der bekanntesten Mühlen die ‚Brücker Mühle‘ in Amöneburg neben der Papiermühle in Kirchhain oder der Klostermühle in Caldern
Letztes Jahr nutzte ich mit meinem Bruder Frank Dembowsky diesen Tag um dort unsere Waren zu präsentieren. Mein Bruder ist Imker und bietet dort Bienen- und Wachsprodukte an, während ich meine Wellness- und Gesundheitsprodukte der Firma Trisana präsentierte, die ich seit zwei Jahren mit dem Yoowel-Aktivteam erfolgreich vertreibe. Wer mehr dazu erfahren möchte oder eine Karriere in diesem Bereich anstrebt, der kann gerne unter dem Segelschiff auf den 'Karrierelink' klicken...
Auch gab es dort allerlei handwerkliche Produkte: von selbstgenähten Kuscheltierchen und Kissen unserer Nachbarin Iris Lauer, über Holzschnitzereien bis zu handgesiedeten Seifen oder kulinarischen Genüssen. Natürlich bietet dieser Tag auch für Kinder ein interessantes Programm, denn neben spielerischem Aktivitäten werden dort auch Wind, Energie und Getreide thematisiert.  Auch der Verein Brücker Mühle e.V. wird dort seinen Verein und Aktivitäten vorstellen, die durchaus unterstützenswert sind.
Begeistert war ich nicht nur von den vielen Besuchern, die trotz des kühlen und bedeckten Wetters ihren Weg dorthin fanden, sondern auch vom ‚Innenleben‘ der Mühle, die an diesem Tag auch in Betrieb war und durch praktische Beschreibungen und im ‚Realbetrieb‘ erklärte wie eine Mühle funktioniert. Neben Technik kann der Interessierte auch viel über Getreide, Öle und Natur erfahren. Bekanntester Besucher dieser Mühle war übrigens Prinz Charles.
Dieses Jahr wird es wesentlich wärmer, gar heisser werden. Aber ich freue mich darauf!

 Das Bild zeigt Frank und Martin Dembowsky auf dem Deutschen Mühlentag 2013

 

Sonntag, 9. Dezember 2012

More than Honey



Albert Einstein soll einmal gesagt haben, wenn die Bienen aussterben dauert es keine vier Jahre bis der Mensch ihnen folgt. Seit einigen Jahren sterben die Bienen auf vielfache Weise, manche Imker haben bis zu 30 % Verlust an Bienenstöcken. Nicht nur die Faulbrut, auch die Varroamilbe macht den Bienen zu schaffen. Seit dem 8. November läuft in den deutschen Kinos ein Dokumentarfilm über das Bienensterben. „More than Honey“ ist der Titel, auf deutsch: ‚Mehr als Honig‘. Der schweizer Regisseur Markus Imhoof kommt selbst aus einer Imkerfamilie und verfolgt das mysteriöse Bienensterben weltweit. Beginnend in einer schweizer Bergidylle, wo ein naturwüchsiger schweizer Imker einen Bienenschwarm einfängt, ganz ohne Schutzkleidung, nur mit Leiter, Axt und Bienenstock, bis hin nach Australien, wo neue Bienenarten gezüchtet werden, zeigt der Film in einzigartigen Aufnahmen und mit einer sachlichen Dokumentation das weltweite Bienensterben auf. Wird die Biene in der schweizer Idylle noch als ‚Liebesbote‘ betrachtet, welche die Blumen bestäubt, so ist sie in der amerikanischen Massenzüchtung nur noch ein ‚industrielles‘ Gut zur Vermehrung des Geldes. So stehen dem schweizer Imker etwa 150 Stöcke zur Verfügung, die ihn ernähren, während in den USA der Wanderimker mit über 4000 Stöcken die Mandelernte in Kalifornien, die mit 90 % Weltmarktanteil wichtig ist, sichert. Etwa 2.700 KM legt der Wanderimker von einem Ende der USA zum anderen zurück und stellt seine Stöcke auch in Obstplantagen, die jedoch mit Pestiziden behandelt werden und bis zu 20 % Verlust an Bienenstöcken mit sich bringen. Diese Verluste werden ausgeglichen indem Königinnen aus Europa importiert werden, um neue Völker zu ziehen. Interessant von daher auch die Szenen, die Aufzucht und Handel von Königinnen zeigen.
Gezeigt werden auch die Unterschiede von Bienenrassen. Hat der Schweizer noch die ‚schwarze Biene‘, die noch recht aggressiv ist, so verwendet der hiesige Imker eher die ‚zahme‘ Carnica (Kärntner Biene). Gezeigt wird auch die afrikanische ‚Killerbiene‘, die zwar sehr aggressiv ist, aber auch sehr resistent gegen Krankheiten.
Der Zuschauer erfährt sehr interessante Details, die auch mir als Imkergehilfe bisher unbekannt waren, wie z.B. das eine Biene erst die Pflanzenart wechselt, wenn dort alle Blüten beflogen wurden, daß der Forscher Karl von Frisch für die Entdeckung des ‚Schwanzeltanzes‘, der den Bienen zur Kommunikation dient, den Nobelpreis bekam oder eine Biene mit ihren ‚Schmeckhaaren‘ 60.000 verschiedene Gerüche wahrnehmen kann.
Erschreckend auch Informationen aus China, wo unter Mao die schwarze Biene ausgerottet wurde und in großen Teilen des Landes aufgrund dessen und von Pestiziden überhaupt keine Bienen mehr gibt. Dort werden Blüten mit der Hand bestäubt.
Der Film zeigt einzigartige 3 D Aufnahmen wie die Begattung einer Königin in der Luft, oder Szenen wie das Öffnen der Schädeldecke einer Biene zur Untersuchung von Pestiziden. Ebenso traurig sind auch Szenen, die den Befall von Faulbrut zeigen, was zur Folge hat, das der komplette Inhalt eines Stockes (Bienenwaben mit Bienen) verbrannt wird, bevor dieser ausgeschwefelt wird.
Resümee ist, daß das Bienensterben nicht allein auf Krankheiten und Pestiziden beruht, sondern mit der Zivilisation der Menschen fortschreitet. Die Hoffnung liegt in der Aufzucht neuer Rassen in Australien, der einzige Kontinent ohne Varoamilbe.
Interessante Informationen bietet auch die Internetseite zum Film oder der Artikel bei Wikipedia.
Ich selbst unterstütze einen hiesigen Imker bei der Zucht und Produktion und kaufe meinen Honig dort. Auch nutze ich zunehmend mehr Bienenprodukte wie Kerzen, Hand- oder Gesichtscreme. Bei Interesse kann gerne mit mir Kontakt aufgenommen werden unter Martin.Dembowsky@gmx.de
Fazit: Eine gelungene Produktion, die zum Nachdenken über unser Verhalten gegenüber der Natur anregen sollte und zum Handeln auffordert! Möglichkeiten gibt es da z.B. immer wieder Petitionen wie z.B. diese! Urteil: Absolut sehenswert!