Mittwoch, 21. November 2012

Vegas in Hamburg



Seit einigen Wochen bin ich Partner bei Vegas-Cosmetics, die in Groß-Umstadt, Hessen, ihren Firmensitz haben. Eigentlich wollte Carlos Fernandes, der Firmengründer, im Dezember eine Präsentation in Hamburg halten. Da ich 10 Jahre in Hamburg gewohnt habe, bevor ich über Flensburg wieder zurück in mein geliebtes Marburg gezogen bin, beschloss ich den Termin in Hamburg zu nutzen. Dann ging alles ganz schnell…
Der Termin würde auf den 3. November vorgezogen, und ich buchte über 'Mitfahrgelegenheit' für den 2.11.2012 eine Fahrt nach Hamburg… wo ich nachmittags ankam und mich bei einer Freundin einquartierte. Es war ein netter Abend. Pünktlich traf ich am nächsten Tag zum Vortrag, eine Firmen- und Produktpräsentation, ein.
Carlos Fernandes stellte zunächst sich und seine Firma vor, die er im Jahre 2003 gegründet hatte und inzwischen in über 15 Ländern aktiv ist und mit etwa 1000 Artikeln in Kategorien wie Schmuck, Kosmetik, Wellness, Gesundheit und Parfüm. Carlos strahlte eine ungeheure Dynamik und Sympathie aus und machte auch stets einige Scherze. Als Berater kann man Haupt- oder Nebenberuflich tätig sein und er sieht sich als ‚Chancengeber‘, eben für jene, die etwas ‚Vormachen‘ wollen und nicht ‚für‘ jemanden etwas machen wollen. Dazu bietet er hochwertige Konsumgüter zu günstigen Preisen an, die dermatologisch getestet und zertifiziert sind, einer regelmäßigen Kontrolle unterliegen und die neusten Forschungsergebnisse aus verschiedenen Wissenschaften berücksichtigen. Er nannte weitere einzigartige Eigenschaften der Produkte wie z.B. die patentierten Hygieneverschlüsse, etc.
Es folgte eine Produktbeschreibung von

  • Schmuck, wobei es neben Silberschmuck auch Modeschmuck gibt
  • Aloe Vera Produkten, deren Rohstoffe sowohl stattlicher Kontrolle unterliegen wie auch innerhalb von 24 Stunden verarbeitet werden und mit 99.8 % sowohl frei von Bitterstoffen wie auch Natriumbenzonat sind und somit auch ein BIO-SIEGEL haben
  • Hyaluron für Knochen und Gelenke
  • Vitamin Plus zur Entsäuerung und Entschlackung
  • Body-Fit zur Verbrennung von Fett und Anregung des Stoffwechsels
  • Wie auch die Produktpalette ‚Kids Best‘ für Kinder

Formen der Zusammenarbeit gibt es verschiedene, wie Carlos aufzeigte.

  1.  Für Premiumkunden gibt es ab 50 € Bestellwert schon 20 % auf alle Produkte bei Portofreier Lieferung
  2. Eine Beraterschaft ist ab 10 € möglich (Kataloge/Informationsmaterial), für 35,- € ist der Koffer mit 60 Damen- und Herrenduftproben inkl. Und für 65,- € sind noch einige weitere Produkte dabei, gratis ist dieser Einstieg, wenn innerhalb von 4 Wochen drei Partner gesponsort werden, die mit 65 € einsteigen!
Hervorzuheben wäre noch, daß es keine monatlichen Pflichtabnahmen oder Abos gibt, die Lieferung sehr schnell erfolgt, das Produktsortiment recht schlank ist, die Umsätze aufgrund von Verbrauchsprodukten sehr gut sind, es Vegas bei Q 10 Produkten auch Handelsname bei Douglas ist und auf alles 14 Tage Rückgaberecht gibt.
Natürlich gibt es einige Voraussetzungen für eine Partnerschaft, denn wer Erfolg haben möchte muß auch etwas dafür tun.

  • So sollten Produkte auch selbst genutzt und getestet werden um glaubwürdig zu sein, sich Fachwissen anzueignen und Vorbild zu sein. 
  •  Eine Geschäftsausstattung sollte Schritt für Schritt erfolgen
  •  Es sollte an Seminaren (online und real) teilgenommen werden
  • Jeder sollte an seinen Erfolg glauben, positiv denken, „Die Welt ist voller Menschen!“
  • Neben Direktverkauf sollten Partner gesponsort werden, die auch Priorität haben und betreut werden sollen.-       Ziele sollten gesteckt werden!

Dafür gibt es als ‚Werkzeuge‘ eine Homepage schon für 36,- € Grundgebühr im Jahr, worüber Bestellungen aufgenommen werden können, Dateien und Kataloge runtergeladen werden können, ein internes Mailsystem vorhanden ist und auch der Duftgenerator zur Generierung von Duft und Flakon mit individualisierten Namen oder Firmenloge genutzt werden kann.
Diese Seite ist in hellen Orangetönen einheitlich gestaltet: Vegas-Cosmetics und auch in bisher 22 Sprachen verfügbar ist: Vegas-Cosmetics International

Zum Schluß stellte Carlos Fernandes noch den Marketingplan vor. Daraus ergeben sich vielfache Verdienstmöglichkeiten wie: 

  •  Persönlicher Verkauf 30 – 40 %
  • Bonusumsätze auf Eigenumsätze 3 – 26 %
  • Bonus auf Gruppenumsatz
  • Bonus auf Jahresumsatz
  • Extras wie Reisen, Autobonus (wird auch gezahlt für Partner ohne Auto)

Zusammen sind das bis 50 %, die bisher kein deutsches Vertriebssystem zahlt.
Zur Gewinnung von Partnern und Kunden stellt das Vegas-Power-Team auch eine ‚Landingpage‘ zur Verfügung, die professionell vom Teamleiter Dirk Lieck erstellt wurde und eine individuelle Domain beinhaltet, die kostenfrei ist.
Es war insgesamt ein schöner und erfolgreicher Tag und ich nutzte noch das Wochenende für besuche von weiteren Freunden in Hamburg.
Für Fragen und Weiteres stehe ich euch über meine vielfältigen Kontaktmöglichkeiten (siehe Impressum der jeweiligen Seiten, Kommentarfunktionen, etc.) zur Verfügung!

 Bild: Ein Dreamteam: Carlos Fernandes und ich

Freitag, 9. November 2012

Tattva Viveka wird 50 – und kein bisschen leise…



Es war vor ca. 18 Jahren (1994) als die erste Ausgabe der Zeitschrift Tattva Viveka erschien. Damals hatten Freunde und ich gerade die ‚Interessengemeinschaft für Esoterik und Grenzwissenschaften Marburg e.V.‘ gegründet. Eines unserer hehren Ziele war die Schaffung einer Präsenzbibliothek über solche ‚ominösen‘ Themenbereiche, und ich hatte so ziemlich alle Esoterikzeitschriften wie UFO-Nachrichten, ‚Die andere Realität‘, AHA, Visionen, Gralswelt, Einblick etc. im Abo, von denen es die meisten schon gar nicht mehr gibt, den Verein übrigens auch nicht mehr…
Auch ohne diesen Verein ging meine spirituelle Suche mit Freunden, Internetforen, Esoterikmessen, Coven und Logen weiter. Und natürlich begleitete mich all die Jahre die Tattva Viveka.
Der Begriff Tattva Viveka kommt aus dem Sanskrit und bedeutet etwa „die Unterscheidung von Wahrheit und Illusion“. Während also Maya die Illusion, eine Qualität der indischen Göttin ist, ist also hier die Betonung auf Unterscheidung, bzw. das Unterscheidungsvermögen betreffend.
Dem spirituellen Schüler sollte also neben dem Streben nach Freiheit auch das Streben oder Erlernen dieses Vermögens am Herzen liegen, denn mit zunehmender Desinformation oder Informationsflut wird es nicht nur vom neurologischen Gesichtspunkt zunehmend schwerer zu erkennen, was Wahrheit ist.
Tattva Viveka als Zeitschrift nennt sich auch „Forum für Wissenschaft, Philosophie und spirituelle Kultur“. Ihre Themen sind mannigfaltig und lassen sich in Kategorien wie Mythenforschung, Naturwissenschaft, Wirtschaft, Spiritualität und Sexualität, Philosophie, etc. erfassen. Natürlich sind auch redaktionelle Teile wie Leserbriefe, Rezensionen und Autorenportraits vorhanden. Das Niveau ist sehr hoch und doch immer gut verständlich, ob da ein Professor, Geistlicher oder Schamane schreibt, eben kompetente Fachleute…
Zur 50. Ausgabe gab es einen kostenlosen Download, der leider nicht mehr erreichbar ist. Ich versuche ihn für euch, meine lieben Leser, noch einmal freizuschalten… Jedenfalls gibt es alle Ausgaben sowohl als Printmedium (die ich ja liebe) wie auch als PDF. Wer wirklich mitreden will in der ‚Esoszene‘, oder einfach auf Wissen, Wahrheit, Freiheit und Entwicklung setzt, der kann auf diese Zeitschrift nicht verzichten, genug ‚blabla‘ gibt es ja…
Die Seite erreichst Du unter TATTVA VIVEKA
Dennoch habe ich für euch noch einen kostenlosen Download der Extraausgabe zur Nr. 50, den ihr hier erreicht: Tattva Viveka Extra
Ich wünsche der Tattva Viveka noch viele Ausgaben und euch allen stets die Fähigkeit zwischen Wahrheit und Illusion unterscheiden zu können!

Montag, 1. Oktober 2012

Professor Zamorra und ein Jubel-Con in der Phantastischen Bibliothek



Es ist einige Jahrzehnte her, da ich zum ersten Mal einen Heftroman der Serie Professor Zamorra in der Hand hielt. Noch heute kann ich mich gut an „Das Hexendorf“, Band 112, erinnern, den Walter Appel unter dem damals üblichen Serienpseudonym Rober Lamont schrieb.
Es folgten noch hunderte, die ich las, und lernte als damaliger Vorsitzender des heutigen Marburger Vereins für Phantastische Literatur auch bald die Autoren der Serie kennen. Am bekanntesten wurde wohl Werner Kurt Giesa, der die Serie auch lange als alleiniger Autor schrieb und leider schon 2008 im Alter von 54 Jahren verstarb.
Anläßlich des Erscheines von Band 1000 organisierte Carl Holmes, ein Fan und User des Zamorra-Forums bei Bastei-Lübbe, wo die Heftromanserie auch erscheint (im Gegensatz zu den Büchern, die im Zaubermond-Verlag erscheinen) einen Con in der Phantastischen Bibliothek Wetzlar, um den Band persönlich zu überreichen.
Die Bibliothek sollte jedem Fan und Sammler ein Begriff sein, denn dort sind auf fünf Etagen, ca. 1.500 qm, an die 200.000 Werke der Phantastischen Literatur, Horror, SF und Fantasy ebenso wie Märchen, Sagen aber auch diverse esoterische und grenzwissenschaftliche Werke. Es spielt keine Rolle ob Heft, Buch, Paperback oder das eine oder andere Comic-Heft oder Manuskript. Die Bibliothek, durch die uns Thomas Le Blanc, Leiter der Bibliothek, führte, war sehr hell, sauber und hatte neben unzähligen künstlerischen Objekten auch unheimlich Flair. Ein Paradies für Fans und Sammler!
Nach der Führung wurde der Professor Zamorra Film „Satans Todesschwadron“ aufgeführt, der 1983 von Werner Kurt Giesa, Rolf Michael und ihren Freunden gedreht wurde und bei dem auch ich eine kleine Gastrolle als ‚Opfer‘ eines Dämons habe. Auch wenn W.K. Giesa immer sagte „Ihr sollt euch fürchten, nicht lachen“ wurde viel gelacht, auch wenn durch die Transformation des Films von Super 8 – Format auf Video und Video auf DVD die Qualität nicht mehr so gut war. Damals haben wir eben nach dem Motto Drehbuch schreiben, lesen, wegschmeißen und los geht es, gedreht. Hilfreich waren einige Bemerkungen von Rolf Michael, der das eine oder andere kommentierte oder nach dem Film ausführte.
Zwischen durch nahmen wir einen Imbiß ein. Während der ganzen Veranstaltung war mit Kaffee, Tee, Wasser und Saft sowie Keksen für unser leibliches Wohl gesorgt.
Zwei kurze Vorträge von Horst Herrmann von Allwörden, Herausgeber des Onlinemagazins ‚Zauberspiegel‘ – bekannt als solches seit den 80ern als Printmedium - und Achim Mehnert, Zamorra und Ren Dhark Autor (Kult SF-Serie von Kurt Brand) schlossen sich an. Es ging darum wie man Autor wird, bzw. Serien wie Zamorra konzipiert, auch wenn es mit den damaligen ‚Bierrunden‘ sicher nicht exemplarisch für ein Serienkonzept sein dürfte.
Es wurden noch viele Erinnerungen und Informationen zu der Serie und der Fanszene lebhaft ausgetauscht, was eine unheimliche Bereicherung war, da ich einige Leute viele Jahre nicht gesehen hatte.
Anwesend waren ca. 15 Personen, darunter die Professor Zamorra Redakteurin Susanne Picard, die Autoren Rolf Michael, Achim Mehnert, Christian Schwarz, Christian Fröhlich und einige Fans wie Rudi Bading, der so freundlich war mich mitzunehmen, Thomas Seeling, Bettina vom Zauberspiegel, Yakup Yalcinkaya, Gerhard Schäffer, u.a.
Es bleibt ein herzliches Dankeschön an die Phantastische Bibliothek für die Räumlichkeiten und nette Betreuung und Carl Holmes für die wunderbare Veranstaltung.
Ich freue mich schon in 14 Tagen auf dem Buchmesse-Con in Dreieich viele Freunde, Autoren und Verleger wiederzusehen!

Donnerstag, 9. August 2012

Auf den Hund gekommen...


Liebe Leser,

einen ganz besonderen Veranstaltungshinweis habe ich heute für euch!

Sicher kennst Du die Werke von Sir Arthur Conan Doyle, die unzählige Male gedruckt und verfilmt wurden. Einer besonderen Darbietung von Doyles „Der Hund von Baskerville“ konnte ich mir gestern zusammen mit etwas 100-120 weiteren Zuschauern im Open Air Ambiente am Kaiser-Wilhelm-Turm in Marburg zu Gemüte führen. Die ‚Hörtheatrale‘ sprach und las das Stück auf einer kleinen Bühne am Waldesrand vom höchsten und mit am romantischsten Ausflugspunkt der Stadt.

Gegründet wurde die ‚Hörtheatrale‘ im Jahre 2009 von Daniel Sempf, Schauspieler am Landestheater von Marburg, der auch bei den Stücken die künstlerische Leitung sowie Text- und Tonregie inne hat. Ferner zeichnen sich u.a. für den Ton Ben Streibig verantwortlich, für die Musik Stefan Kissel. Die liebevoll hergestellten Kulissen machte die Kunstwerkstatt Waldkobolde, wobei allerdings auch der Kaiser-Wilhelm-Turm, im Volksmund auch Spiegelslust-Turm genannt, als Kulisse mit einbezogen wurde.

Das Ensemble scheute sich auch nicht eine Pferdekutsche einzusetzen, mit der Sherlock Holmes und Dr. Watson das Stück eröffneten, gewandet in der vornehmen Kleidung des letzten Jahrhunderts. Ansonsten blieben die vier aktiven Schauspieler meist auf ihren ‚Barhockern‘ mit beleuchteten Lesepulten auf der Bühne. Dabei übernahmen sie mehrere Sprecherrollen, die durch wechsel der Stimmen und Sprache sowie wechseln von Hüten, Brillen, etc. dargestellt wurden. Die Handlungsorte wurden teils vom Narrator genannt und optisch durch Licht und Kunstnebel (blaues Licht und Nebel für das Moor, oranges Licht für Räumlichkeiten) hervorgehoben. Daniel Sempf selbst sprach u.a. Sherlock Holmes, weitere Sprecher waren Thomas M. Held (bekannt u.a. aus TV-Sendungen wie ‚Sechserpack‘ oder ‚Lena‘), Markus Klauk (bekannt aus Theater, Rundfunk und TV) und Christine Reinhardt (Landestheater Marburg).

Man sah den Mitwirkenden, vom Parkplatzeinweiser bis Darstellern auf der Bühne, ihre Freude und Spaß an. Die Kombination von Text, Musik und Kulisse ließ neben manchen Lacher auch teils Gänsehaut aufkommen, da der Text von Doyle entsprechend parodiert wurde.

Bis zum 11.08. stehen neben dem ‚Hund von Baskerville‘ noch Stücke wie ‚Dracula‘ (Bram Stoker), Rapunzel (Brüder Grimm) und ‚Das gefleckte Band‘ (ebenfalls Sir Arthur Conan Doyle) auf dem Programm. Unterschiedliche Stücke werden jeweils um 16.30 Uhr und 21.00 Uhr gespielt. Der Eintrittspreis liegt bei 17,50 €, ermäßigt bei 14,50 €.

Es war eine gelungene Vorstellung bei der es auch kulinarisch an nichts mangelte, neben Brezeln über Bratwurst war auch Wein und Sekt im Ausschank. Schön war es die Akteure auch in den Pausen oder nach der Vorstellung ansprechen zu können.

Informationen gibt es auch unter: Hörtheatrale und Kartenreservierungen unter 06421/682129 oder info@spiegelslustturm.de.

Dienstag, 24. Juli 2012

Traumgeboren

Liebe Leser,

heute habe ich eine aktuelle Rezension von mir:


Eire Rautenberg: ‚Traumgeboren‘, Araki-Verlag 2011, 2. überarbeitete und erweiterte Auflage, 120 Seiten, 14,80 €, ISBN: 978-3-941848-01-6

Eire Rautenberg, eigentlich Inge Rautenberg, nennt sich aufgrund ihrer Liebe zur ‚Grünen Insel‘ Eire. Bekannt ist sie weniger durch die Publikation ihres autobiografischen Romans ‚Dona da Casa – Herrin des Hauses – Eine Liebe in Portugal‘ die schon 1994 erfolgte, sondern eher durch zahlreiche Publikationen in Anthologien und spirituellen Zeitschriften wie AHA, Shekinah, Tattva Viveka, etc., die alle durchweg lesenswert sind.
Hier liegt nun die zweite, überarbeitete und erweiterte, Auflage ihres 2002 erschienenen Gedichtbandes ‚Traumgeboren‘ vor. Wie stets präsentiert der Araki-Verlag von Georg Dehn eine besondere Publikation. In Anlehnung an Friedrich Nieztsche könnte man sagen: ‚Ein Gedichtband für alle und keinen‘. Die Gedichte des Bandes sind in neun Themenbereiche gegliedert. Der erste Themenkomplex (‚Verborgen‘) geht um den Dichter und das Dichten bzw. Kunst an sich. Der Künstler (bzw. Eire als Dichterin) will sich nicht nur mitteilen. Ein Kunstwerk (Gedicht) ist wie eine Geburt, das Hervorbringen von etwas Einzigartigem; es soll in dieser Welt lebendig Wirken, soll ein Dienst an der Menschheit sein und erhofft keinen Lohn wohl aber Kritik bzw. Resonanz.
Nicht nur der zweite Themenkomplex ‚Ich bin‘ hat autobiographische Züge. Er zeigt das Rad der Zeit von Geburt bis Alter. Eine ‚Reise‘ vom ‚Wachsenland‘ , welches als Kind betreten wurde bis hin zur ‚Altertumsforschung‘. Schon hier wird deutlich, daß die Dichterin auch Kritikerin ist und gesellschaftliche Probleme anspricht. Es geht darum auch würdevoll alt zu werden, das Kind in sich zu wahren, frei zu bleiben. Durchweg verwendet Eire Metaphern (z.B. Wachsenland für Kindheit), die nicht immer leicht zu verstehen sind, oft erst im Kontext oder der Reflexion klarer werden. Ebenso erschafft sie, im kreativen Prozess des Werdens ihres Gedichtbandes, stets neue Worte und Wortkombinationen (Garten der Kindheit für Erleben als Kind), die ihre Botschaften auf den Punkt bringen.
Weitere Themen sind Spiritualität (thematisiert unter ‚Maat‘ und ‚Heidenarbeit‘), Beziehungen (Kapitel ‚Zwischen uns‘ und ‚Mein Herz stolpert dir nach‘), sowie Freiheit – nicht nur als Rede- und Denkfreiheit – wie in den Kapitel ‚Rede mit Engelszungen‘ oder  ‚Kein Blatt vor dem Mund‘.
In ihrer Verehrung der alten Götter tritt ihre naturreligiöser Lebens- und Sichtweise hervor, die in ‚Mondgöttin‘ einen Höhepunkt erreicht und einer Anrufung der Mondgöttin gleicht. Eire nennt es auch ein ‚liturgisches Gedicht für acht Stimmen im Kreis…‘ im Untertitel. Das weiblich Spirituelle, die Intuition, die Naturverbundenheit wird in der neuen Auflage auch in Beziehung zu ihren späteren Erfahrungen in Kulten bzw. Orden gesetzt, ihre Rationalität, Gruppenbindung und Elitedenken. Klar betont Eire immer wieder Werte wie Freiheit, Liebe, Natur, Menschsein in natürlicher Art und Weise. Ebenso hat sie den nötigen Humor und Zynismus negative Eigenschaften (wie z.B. Egoismus, Narzissmus) in der ihnen gebührenden Weise darzustellen.

Mühe hatte der Rezensent mit der Form. Diese wird schon in der Reflexion über Kunst, in ihrem Gedicht ‚Kunst‘, welches auch auf dem Rückumschlag abgedruckt ist, aufgehoben.

Kunst

Der Durst
nach Stoff
nach Form
nach Werk

dies erkennen
sich entbinden
wenn vollendet
auslöschen

Meist handelt es sich um zwei bis fünfzeilige Verse, die selten einem Reimschema unterworfen sind, wenn dann ggf. a:b, a:b. Der Begriff ‚unterworfen‘ wurde bewußt gewählt, da das häufig hohe abstrakte oder metaphorische Niveau sich kaum in Jamben oder Trochäen ausdrücken ließe. Schon die Einteilung in Zeilen und Verse stellt oft ein Problem dar, da Zeilen oder Verse nicht immer als ‚Sinneinheiten‘ auftreten und durch das bewußte Weglassen der Interpunktion manchmal etwas schwer zu lesen bzw. verstehen sind. Sinn- oder Spracheinheiten (Satz) gehen oft über einen Vers hinaus, wobei im selben Vers auch schon die nächste Sinn- oder Satzeinheit beginnt. Vielleicht hätte ein Übergang in das Lyrische dem Werk besser gestanden. Natürlich ist sich der Rezensent um die Problematik des Lyrik-Begriffes und der Lyrik-Diskussion bewußt, dennoch soll hiermit nicht allein die Zugehörigkeit zur poetischen Gattung gemeint sein, sondern gilt „demnach als stimmungshafte Verschmelzung von Subjekt und Objekt als Ergebnis der Verinnerlichung der gegenständlichen Wirklichkeit“. (siehe Metzler Literatur Lexikon: Stichwort Lyrisch) Es ist stets Eires Wirklichkeit, die sie uns mitteilt, ihr Leben, Denken, Fühlen, sowie Weisheiten und Erfahrungen, an denen sie uns teilhaben läßt. Auch wenn sie als Jahrgang 1956 nicht mehr ‚so‘ jung ist, so ist sie doch im Herzen jung und spricht zu uns von Herz zu Herz, welches die Aufhebung aller Formen möglich machen könnte (also auch der Versform). Wer sich durch die Themen und Verse angesprochen fühlt wird eine Bereicherung erfahren, wenn er sich Zeit und Ruhe zum Genießen, Reflektieren und Verstehen nimmt, vielleicht auch zum Forschen (Mythologien, Religionen), Leben (Lieben) oder Nachahmen (Kampf um Freiheiten, ‚Revolution‘).